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Leader gegen Abstiegskandidaten – Trotzdem harter Kampf

Unihockey Schüpfheim – Unihockey Tigers II 4:3 (0:0, 1:2; 3:1) 
Am letzten Sonntag stand die zweitletzte Runde der diesjährigen Meisterschaftsrunde auf dem Spielplan. Schüpfheim, welches sich bereits als Gruppensieger für die Aufstiegsspiele qualifizierte, traf dabei in der Sporthalle Preisegg Hasle-Rüegsau auf die Unihockey Tigers II. Gegen den siebtplatzierten gewann man im Hinspiel mit einem sehr hohen 16:0 klar und verdient. Die Zuschauer fanden den Weg – trotz Corona-Virus-Schutzmassnahmen und schönem Wetter – zahlreich in die Turnhalle. Um 14:30 Uhr gaben die Schiedsrichter die Partie frei.

Herren 1 | 19/20

Das Fanionteam hatte Mühe gegen das Zwöi der Tigers

Schüpfheim war zu dieser Runde mit einem kleinen Kader angereist. Einerseits hat man einige Verletzte zu beklagen, anderseits hatte auch die Fasnacht einige krankheitsbedingte Ausfälle verursacht. So musste Trainer Hugo Faria sein Team auf vielen Positionen umstellen. Diese Umstellungen hatten zur Folge, dass die Entlebucher zu Beginn des Spiels vom Tempo der Gegner überrascht wurden. Die Tiger kamen schon in den ersten Minuten zu einigen sehr gefährlichen Abschlüssen, ehe sich die Schüpfheimer ein wenig fangen und das Tempo annehmen konnten. Wirklich gefährlich wurde es nur selten. Häufig blieb der Ball bereits in der Mittelzone hängen oder aber die Verteidiger konnten die Schüsse blocken, bevor sie den Weg auf das Tor fanden. Erreichte doch einmal ein Ball das Gehäuse, war dort ein hellwacher Yannick Schuitemaker. Der Krienser durfte zum ersten Mal für Unihockey Schüpfheim sein Können unter Beweis stellen. Schüpfheim versuchte seinerseits Torschüsse aus allen Lagen. Der Torhüter oder auch das Gehäuse verhinderten aber die Führung der Favoriten. Weil man auch einige Male noch das Tor verfehlte, gingen die Protagonisten torlos in die erste Pause.

Unterirdisches Mitteldrittel
Hugo Faria appellierte in der Pause an die eigenen Stärken und das Selbstvertrauen, mit dem man in den bisherigen Spielen auftrat. Doch leider wurde dies von seinen Spieler nicht wie gewünscht umgesetzt. Das Spiel ging in ähnlichem Stil weiter. Viele technische Schnitzer, viele Fouls und wenig Spielfluss. Hie und da gab es aber doch wieder etwas für die beiden Torhüter zu tun. Kurz vor Spielhälfte klingelte die Torsirene dann doch noch zum ersten Mal an diesem Nachmittag. Die Tigers konnten eine Unsicherheit aus der Schüpfheimer Spieleröffnung ausnützen und Torhüter Yannick Schuitemaker zur Führung überwinden. Wer dies als Weckruf für die Entlebucher sah, hat weit gefehlt. Nur knappe drei Minuten später ging der Ball wieder unnötig verloren. Der Emmentaler schnappte sich den Ball, zog zur Mitte und hämmerte den Ball aus ca. 15 Meter ins hohe rechte Eck. 2:0 für den Abstiegskandidaten. Schüpfheim spielte weiter schlecht. Einfache Pässe spielte man den Gegner in die Schaufel und man konnte sich kaum noch aus der eigenen Hälfte lösen. So grenzte es beinahe an ein Wunder, dass man nicht mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause ging. Joel Lappert und Martin Felder konnten für einmal einen Ball der Berner in der Mittelzone abfangen. Der Ball gelangte danach zu Michael Odermatt, welcher den Ball kompromisslos ins Gehäuse der Gegner knallte. So konnte man sich mit nur einem Tor Rückstand zum zweiten Pausentee verabschieden.

Wende in Abschnitt Drei
Nun war es nicht mehr sehr gemütlich im der Schüpfheimer Garderobe. Man ging mit dem klaren Ziel von drei Punkten nach Hasle-Rüegsau. Dazu musste man sich aber nun aufbäumen und das Spiel wieder an sich reissen. Gesagt, getan. Obwohl man defensiv teilweise noch immer löchrig agierte, spielte man sich vorne nun einige Chancen heraus. Die Mittelzone wurde mit einfachem Spiel überwunden und die Stürmer fanden sich nun auch häufiger mit teils schönen Zuspielen. Trotzdem dauerte es bis in Minute 52, bis man den langersehnten Ausgleich bejubeln konnte. Stefan Schnider spielte den Ball von hinter dem Tor auf Martin Felder. Dieser hatte einen Moment Zeit und konnte den Torhüter mit einem platzierten Schuss ins linke obere Eck überwinden. Nur eine Zeigerumdrehung später ging man durch eine Traumkombination gar in Führung. Romedi Wyss legte quer auf Jan Bucher und dieser fand per Direktpass vor das Tor Armin Stadelmann. Er hatte einfaches Spiel und musste nur noch einschieben. So ging es Schlag auf Schlag weiter und wieder dauerte es nur 30 Sekunden. Stefan Schnider fing einen Pass von der Tigers-Defensive ab, lief Richtung Tor und erwischte den Torwart mit einem platzierten Abschluss. Innerhalb von nicht einmal zwei Minuten konnte man das Spiel von 1:2 zum 4:2 drehen.
Trotzdem waren noch sieben Minuten zu gehen und der Sieg noch alles andere als im Trockenen. Die Partie ging nun in ähnlicher Manier weiter wie zuvor. Es gab Chancen auf beiden Seiten, wobei Schüpfheim ein wenig mehr Spielanteile hatte. Drei Minuten vor der Schlusssirene ersetzten die Tiger ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Von da an wurde aus allen Lagen versucht den Ball auf das Tor zu bringen. Die Verteidiger oder aber Torhüter Schuitemaker hatten etwas dagegen. Bis 45 Sekunden vor Ende klappte dieses Unterfangen. Da konnte aber ein Emmentaler den Ball aus dem Gedränge via Pfosten ins Tor hauen. Wurde es nochmals spannend? Schüpfheim konnte sich den Ball erobern und so wichtige Sekunden vor der Uhr nehmen. Das verwaiste Tor wurde leider einige Male aus grosser Distanz verfehlt. So hatten die Tiger nur wenige Sekunden vor Spielende nochmals einen Hochkaräter, doch verfehlten den Torerfolg.

Schüpfheim konnte mit den zahlreich angereisten Fans jubeln und die Erleichterung über den Sieg war spürbar. Durch harten Kampf konnte man sich gegen den starken Gegner durchsetzen und so den 11. Sieg nach 13 Spielen feiern.

In der Tabelle baute man den Vorsprung eine Runde vor Schluss auf 13 Zähler aus. Diese letzte Runde findet am nächsten Sonntag in der Sporthalle Mittelholz in Herzogenbuchsee statt. Dort trifft man um 10.00 Uhr auf die dort heimischen Racoons, welche momentan den zweiten Platz belegen. Da noch vier Teams für diesen zweiten Schlussrang in Frage kommen, wird auch dann wieder ein hartes Stück Arbeit erwartet. Zudem hat man im Heimspiel gegen die Waschbären die bisher einzige Niederlage nach 60 Minuten eingezogen und will sich natürlich dafür revanchieren. Für ein spannendes Spiel steht also alles bereit, hoffentlich auch einige Zuschauer aus dem Entlebuch.


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